Ausstellung Jil Sander.Präsens

Am 2. Mai 2018 hatten Mitglieder und Gäste des MC Mainz-Wiesbaden die Gelegenheit, an einer Sonderführung durch die Ausstellung „Jil Sander.Präsens“ im Frankfurter Museum Angewandte Kunst teilzunehmen. Unser Beiratsmitglied Michael Eibes, der die Projektsteuerung der Ausstellung innehatte, konnte viel Interessantes aus seiner Zusammenarbeit mit Jil Sander berichten.

Jil Sander gehört zu den einflussreichsten Modedesignern ihrer Generation. In ihrer weltweit ersten Einzelausstellung in einem Museum präsentiert Jil Sander in raumgreifenden multimedialen Installationen und Tableaus die Auswirkungen ihrer Gestaltungshaltung auf Ästhetik, Material und Form von Mode und Produktdesign, Architektur und Gartenkunst.

Die Präsentation, die facettenreicher kaum sein könnte, macht den Erfindungsreichtum und die kreative Kraft einer Gestalterin sichtbar, der es darum geht, die Persönlichkeit eines Menschen hervorzuheben. Ihrer Zeit weit voraus, hat sie stilbildend und gleichzeitig provokativ gearbeitet. Mit ihrer klaren Vorstellung, was Mode ist und sein sollte, perfekt umgesetzt und kommerziell erfolgreich vermarktet, prägt sie seit Jahrzehnten die Branche. Darüber hinaus hat sie durch eine konsequente Markenführung ihren eigenen Namen in eine weltweit bekannte und erfolgreiche Marke gewandelt.

Die Entwicklung zur internationalen Marke hat sich nicht von einem Tag auf den anderen ergeben. In einem Interview mit Michael Eibes sagte Jil Sander: „Jeder Schritt war folgerichtig und mit jedem ist die Verantwortung gestiegen. Das Gefühl für die Verantwortung und die Vision sind das, was mich am stärksten mit der Marke verbindet. Mein Name steht für eine Ästhetik, die ich in die Zukunft retten möchte“.

Jil Sander wird sich weiter den Herausforderungen des Zeitgeists stellen und mit den Kollektionen ästhetische und qualitative Bedürfnisse antizipieren. Die Marke wird auch wachsen, aber organisch. Schritt für Schritt, wie sie es gelernt hat.

Das intensive Erlebnis dieser Ausstellung bot viel Gesprächsstoff beim anschließenden Ausklang im Museumsrestaurant Emma Metzler.